Geschichte

Der frühere Coro Italiano

Im Jahr 1971, zum damaligen 50-Jahr-Firmenjubiläum der Injecta Teufenthal wollte der Personalchef seine italienischen Angestellten animieren, am Tag der offenen Tür aktiv mitzuwirken. Die Antwort der Italiener, damals Gastarbeiter genannt, war: «Wir können singen!» Aus den 300 italienischen Mitarbeitern formierte sich ein Chor von 33 Leuten. Am Firmenjubiläum traten sie mit zwei Liedern auf, die so gut ankamen, dass der Wunsch bestand, weiterzumachen. Das war die Geburtsstunde des «Coro Italiano Injecta», später «Coro Italiano Teufenthal».

Heute sind noch zwei Mitglieder der ersten Stunde aktiv: Michele Sorbara und Domenico Baggio. Letzterer ist bereits seit 40 Jahren Präsident des «Coro». Es habe Zeiten gegeben, da zählte der Chor über 45 Leute. Heute sind es 22 Sängerinnen und Sänger. Worauf der Präsident besonders stolz ist: «Darunter gibt es neun echte Schweizer.» Quasi eine Integration auf die andere Seite.

Der Chor singt höchstens zweistimmig. Dies aus einfachem Grund: «Die folkloristischen Lieder sind schön, wenn sie einfach sind», sagt Baggio. Dazu kommt, dass italienische Lieder mit Ferien, Sonne, Verliebtsein oder Heimat in Verbindung gebracht werden. Und deshalb freut es ihn, wenn der «Coro» bei seinen zahlreichen Auftritten in Altersheimen oder Spitälern den Leuten eine Freude machen kann. «Oft haben die Zuhörer Tränen in den Augen.»

Aargauer Zeitung, Mai 2018

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